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Kontoführung und Zahlungsverkehr bei PostFinance

Ausgangslage

Bis 1993 führte die Post die 1.5 Mio Konten ihrer Kunden in 25 dezentralen Postcheckämtern. Es gab keine zentrale Sicht auf die Bestände und die Bewegungen. Die Verarbeitung der Zahlungsaufträge erfolgte zum grossen Teil manuell.

Lösung

Ein zentrales System verwaltet sämtliche Konten und Aufträge. In sieben dezentralen Verarbeitungszentren werden die Zahlungsaufträge maschinell erfasst, kontrolliert und an das Zentralsystem übermittelt. In den Verarbeitungszentren erfolgt auch die Ausgabe der Kundendokumente.

Realisierung

Paranor hat das zentrale System der Postfinance, sowie die Erfassungs- und Drucksysteme in den Verarbeitungszentren als Generalunternehmen realisiert. Das Auftragsvolumen betrug etwa 100 Mio Fr. Paranor hat den Auftrag in Konkurrenz zu namhaften Weltfirmen der IT-Branche gewonnen.

Paranor hat die Software selbst entwickelt. Das zentrale System verwaltet mehrere Millionen Kunden- und Mandantenkonten. An einem Spitzentag fallen bis zu 30 Mio Transaktionen an. Dies entspricht mehr als der Hälfte aller Zahlungstransaktionen in der Schweiz. Das System verschiebt pro Tag etwa 10 Mia Franken.

Der aktuelle Durchsatz entspricht etwa dem Zehnfachen der ursprünglich geforderten Leistung. Dank einem Systemdesign, in dem sich die Prozesse sehr gut parallelisieren und auf verschiedene Systeme verteilen lassen, skaliert der Durchsatz sehr gut mit zusätzlicher Hardwareleistung.

Die Software konnte während dem gesamten bisherigen Lebenszyklus laufend an neue Hard- und Software-Technologien angepasst werden und wird auch die Anforderungen der überschaubaren Zukunft erfüllen.

Paranor hat auch nach der Einführung während Jahren die Gesamtverantwortung für die Weiterentwicklung des Zentralsystems getragen und ist heute weiterhin noch namhaft an der Auslieferung von drei Releases pro Jahr beteiligt.